– HBL Herren I

„Historischer Final Four-Tag: Die HandBall Löwen Heitersheim schreiben im prestigeträchtigen SHV-Pokal Vereinsgeschichte“ | ()


 

Was für ein Tag. Was für ein Auftritt. Und was für ein Moment für den gesamten Verein.

 

Beim Final Four des traditionsreichen und hochklassig besetzten SHV-Pokals der Männer stand mit den HandBall Löwen Heitersheim erstmals in der Vereinsgeschichte ein Team aus Heitersheim auf dieser Bühne – und war zugleich der einzige Vertreter aus dem Markgräflerland in einem Teilnehmerfeld, das mit zahlreichen Hochkarätern aus Verbands- und ambitionierten höherklassigen Ligen besetzt war.

 

Der SHV-Pokal hat im südbadischen Handball einen besonderen Stellenwert: Er vereint Mannschaften aus unterschiedlichen Leistungsebenen, darunter Verbandsligisten und Teams mit klaren Ambitionen Richtung Oberliga. Genau diese Mischung sorgt jedes Jahr für hochintensive, unberechenbare und sportlich extrem anspruchsvolle Duelle – und macht den Wettbewerb zu einem echten Gradmesser über Liga-Grenzen hinweg.

 

Neben der TSV Alemannia Freiburg-Zähringen, der SG Freiburg sowie dem späteren Sieger und Verbandsligisten SG Ohlsbach/Elgersweier war somit von Beginn an klar: Die Löwen gingen als Außenseiter in ein Turnier auf sehr hohem Niveau – und haben genau dort ein sportliches Ausrufezeichen gesetzt.

 

Souveräner Halbfinalauftritt gegen Freiburg

 

Im ersten Spiel des Tages zeigte die Mannschaft von Beginn an, dass sie nicht gekommen war, um nur Erfahrung zu sammeln. Mit einer konzentrierten und spielerisch reifen Leistung dominierten die Löwen die Partie gegen die SG Freiburg und setzten sich deutlich mit 32:18 (18:8) durch.

 

Bereits nach wenigen Minuten wurde der Klassenunterschied sichtbar. Ein schneller 9:5-Lauf nach nur 12,5 Minuten brachte früh Kontrolle ins Spiel. Bis zur Pause wurde der Vorsprung konsequent ausgebaut – 18:8 zur Halbzeit.

 

Besonders beeindruckend war eine Phase von sechs Toren in Serie, die Freiburg endgültig den Zahn zog. Bester Torschütze war Sandro Argenziano mit neun Treffern.

 

Ein Sieg, der nicht nur das Finale bedeutete, sondern auch ein klares Statement im gesamten Wettbewerb setzte.

 

Finale gegen den Favoriten – und ein Auftritt mit Charakter

 

Im Endspiel wartete mit der SG Ohlsbach/Elgersweier der erwartet schwere Gegner: Tabellenzweiter der Verbandsliga, klarer Favorit und bereits auf dem Weg Richtung Oberliga-Qualifikation.

 

Doch die Löwen zeigten erneut, warum sie an diesem Tag völlig zurecht im Finale standen.

 

Die Heitersheimer zeigten ihr schnelles Tempospiel, standen konzentriert in der Abwehr und zwang den Favoriten in ungewohnte Situationen und machte ihn sichtbar nervös. Zur Halbzeit lag man 12:18 zurück, am Ende stand ein 22:30 – ein Ergebnis, das den tatsächlichen Spielverlauf nur bedingt widerspiegelt.

 

Denn über weite Strecken war es ein Spiel auf beeindruckendem Niveau, in dem die HandBall Löwen Heitersheim kämpferisch, taktisch und emotional voll dagegenhielten.

 

Zwischen Minute 39 und 44 blieb das Spiel sogar ohne Treffer – ein Abschnitt, der die enorme Intensität und den Willen beider Teams eindrucksvoll unterstreicht.

 

Unser Teammanager fand nach diesem historischen Turniertag klare und stolze Worte:

 

„Wir waren heute nicht nur dabei – wir haben Geschichte geschrieben. Erstmals Final Four, erstmals Finale, und ein Auftritt, der zeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Wenn wir diese Leistung über eine ganze Saison hätten abrufen können, wären wir nie in der unteren Tabellenregion gelandet. Das haben uns auch neutrale Trainer und Zuschauer bestätigt. Ich bin unglaublich stolz auf diese Mannschaft.“

 

Ein Abschied mit Haltung – und ein starkes Zeichen für die Zukunft

Auch wenn das Finale verloren ging, bleibt ein eindrucksvolles Gesamtbild: Die HandBall Löwen Heitersheim haben im prestigeträchtigen SHV-Pokal nicht nur sportlich überzeugt, sondern sich auf einer großen Bühne eindrucksvoll präsentiert.

 

Es war ein versöhnlicher, aber vor allem stolzer Abschluss einer Saison, die nun mit einem historischen Moment endet.

 

Heitersheim hat sich nicht versteckt. Heitersheim hat geliefert.

 

Es spielten für die HandBall Löwen Heitersheim (Tore insgesamt in beiden Spielen): 

Sandro Argenziano (16), Sebastian Loose (6), Nico Dobronn (6), Moritz Bermeitinger (9), Veit Bermeitinger (6), Vincent Hofmann (2), Frederik Schüle (Tor/1), Hendrik Sonst (3), Lars Suttner (1), Jonas Kruck, Niklas Meyer (Tor), Corvin Schmälzle (4), Marius Sonst, Constantin Vasconi


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