HBL Herren I – HSG Nonnenweier/Ottenheim

Befreiungsschlag im letzten Heimspiel – Löwen bezwingen Aufstiegsaspiranten und sorgen für emotionale Abschiede | 33:32 (18:17)


 

Heitersheim, 26. April 2026 – Es war ein Abend, der alles vereinte, was den Handball ausmacht: Leidenschaft, Spannung, Emotionen – und am Ende ein hochverdienter Sieg der HandBall Löwen Heitersheim. Trotz des bereits feststehenden Abstiegs aus der Landesliga zeigten die Löwen im letzten Heimspiel der Saison eine beeindruckende Leistung und bezwangen den Tabellendritten HSG Nonnenweier/Ottenheim mit 33:32 (18:17). Damit nahmen sie dem Gegner zugleich die letzten Aufstiegshoffnungen.


Von Beginn an entwickelte sich eine intensive und ausgeglichene Partie. Nach 15 Minuten lagen die Gastgeber mit 11:9 in Führung, konnten diesen Vorsprung bis zur Halbzeit knapp behaupten (18:17). Auch im zweiten Durchgang blieb das Spiel hochspannend, ehe sich die Löwen in einer torreichen Schlussphase durchsetzten. Allen voran überzeugte Marius Sonst, der mit einem überragenden Auftritt und 7 Toren maßgeblich zum Heimsieg beitrug und einmal mehr seine Klasse unter Beweis stellte.

 

Doch das Ergebnis war an diesem Abend beinahe zweitrangig. Vielmehr war es die Art und Weise, wie sich die Löwen präsentierten: befreit, mutig und mit sichtbar großer Spielfreude. Anstatt in Tristesse zu verfallen, zeigte die Mannschaft ihr volles Leistungsvermögen.

 

„Wir haben heute endlich das gezeigt, was wirklich in uns steckt. Die Jungs haben befreit aufgespielt und ihr gesamtes Können abgerufen. Das war über die gesamte Saison hinweg unser Potenzial – leider hat uns oft das Nervenkostüm gefehlt, diese Leistung konstant über 60 Minuten zu bringen“, resümierte Teammanager Axel Bermeitinger nach dem Spiel.

 

Mit diesem Auftritt unterstrichen die Löwen eindrucksvoll, dass sie durchaus in der Lage sind, auch Topmannschaften zu schlagen. Ein Umstand, der den Abstieg umso bitterer erscheinen lässt.

 

Im Anschluss an die Partie wurde es dann emotional. Nach insgesamt 15 Jahren bei den HandBall Löwen, davon fünf Jahre als Trainer der ersten Herrenmannschaft in der Landesliga, wurde Trainer Michael Sommerkorn feierlich verabschiedet.

 

„Ich bin unglaublich stolz auf diese Mannschaft. Die Entwicklung, der Zusammenhalt und die Leidenschaft, die das Team zeigt, sind außergewöhnlich. Es fällt mir extrem schwer, jetzt aufzuhören, aber aus beruflichen Gründen habe ich leider keine andere Wahl“, erklärte Sommerkorn sichtlich bewegt.

 

Neben dem Trainer musste der Verein auch fünf verdiente Stammspieler verabschieden, die ihre aktive Laufbahn aus beruflichen Gründen beenden: die Brüder Hendrik und Marius Sonst, Vincent Hoffmann, Nico Dobronn sowie Sandro Argenziano. Die Abschiede gingen unter die Haut und spiegelten den starken Teamgeist innerhalb der Mannschaft wider.

 

Auch für Teammanager Bermeitinger beginnt nun eine herausfordernde Phase: „Die Emotionen heute haben noch einmal gezeigt, was für ein besonderer Zusammenhalt in dieser Mannschaft steckt. Genau diesen Kern gilt es jetzt zu bewahren. Meine Aufgabe wird es sein, das bestehende Team zusammenzuhalten, einen neuen Trainer zu finden und gezielt den einen oder anderen Spieler dazuzugewinnen, damit wir in der kommenden Saison schnellstmöglich wieder Anschluss finden.“

 

Trotz des sportlichen Rückschlags sendet dieser letzte Heimauftritt ein klares Signal: Die HandBall Löwen Heitersheim geben sich nicht auf – und werden alles daransetzen, gestärkt zurückzukommen. 

 

Außerdem hat diese Mannschaft erstmals in der Vereinsgeschichte das Final Four des SHV-Pokals am 10. Mai 2026 in Freiburg in der Wentzingerhalle erreicht.

 

Es spielten für die HandBall Löwen Heitersheim (Tore): Marius Sonst (7), Sandro Argenziano (6), Sebastian Loose (5), Corvin Schmälzle (5), Moritz Bermeitinger (4), Nico Dobronn (2), Veit Bermeitinger (1), Jonas Kruck (1), Hendrik Sonst (1), Lars Suttner (1), Vincent Hofmann, Julian Lennartz (Tor), Niklas Meyer (Tor), Frederik Schüle (Tor).


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