Gestern Mittag wurde im Beisein des Regierungspräsidenten in Heitersheim die Großbaustelle für die neue Malteserhalle eröffnet
Von unserer Mitarbeiterin Sabine Model
HEITERSHEIM. Was lange währt, geht endlich los. Die Stadt Heitersheim hatte zur Eröffnung der Baustelle für die Malteserhalle gestern Mittag geladen. Unter die Architekten, Kommunalpolitiker, Vereins-, Firmen- und Behördenvertreter, Lehrer und Schüler mischten sich prominente Gäste, wie Staatssekretär Gundolf Fleischer und Regierungspräsident Sven von Ungern Sternberg, der zu dem gelungenen "Leuchtturmprojekt" gratulierte.
"Das ist eine tolle Sache für die Stadt, die Schule und die Vereine" , bescheinigte er. Ohne staatliche Beteiligung wäre diese gelungene "Förder-Architektur" allerdings nicht zu Stande gekommen. Vorausgegangen sei ein Kampf um die kommunale Sportstättenförderung. Als Sportpräsident habe sich Gundolf Fleischer mit konkreter Projektförderung gegen das Gießkannenprinzip durchgesetzt, erinnerte Ungern-Sternberg. Die Schwierigkeit seines Hauses sei es gewesen, die wenigen Millionen für den gesamten Regierungsbezirk in wirklich wichtige Dinge zu investieren. "Nicht ganz einfach war die Verknüpfung mit Heitersheim" , räumte er ein. Aber bei diesem Paradebeispiel habe alles gepasst: Die Sporthalle diene dem Sport der Schulen und Vereine, genauso wie kulturellen Gemeinschaftsveranstaltungen.
Als nächste Hürde habe man Ausgleichsstockmittel ergänzend zur Fachförderung erwirkt, sagteder Regierungspräsident zur Finanzierung. Möglich war das, weil das Regierungspräsidium den Finanzhahn für Kleinstgemeinden zugedreht habe, die aus dem Ausgleichsstock zwecks Haushaltskonsolidierung bedient wurden. Der Schwerpunkt müsse auf Investitionen liegen. "Dieses Leuchtturmprojekt wird Maßstab für die nächsten Vergaberunden sein" , kündigte er an. Die alte Festhalle entspricht nicht mehr den Gegebenheiten. "Heute ist der Startschuss, damit sich alles ändert" , formulierte Bürgermeister Ehret. Das Regierungspräsidium als Bewilligungsbehörde für die Landesmittel decke drei Millionen der sieben Millionen Euro ab. Für den persönlichen Einsatz dankte der Rathauschef und überreichte dem Regierungspräsidenten einen Korb Römerwein. "Noch sind wir schuldenfrei" , betonte Ehret. Die Stadt habe immer Wert auf solide Finanzierung gelegt. "Es ist lang gegangen. Aber dafür profitieren wir nun von der neu aufgelegten Sportstättenförderung und haben Rücklagen angespart, die wir dafür einsetzen." Besorgte Bürger könne er beruhigen: Der Rote Punkt liegt vor. "Kommt und singt mit uns" , brachte der neue Schulchor von Wolfgang Failer unter der Leitung von Harald Meister die Freude gesanglich zum Ausdruck, während das Schulorchester von Amadeus Saier und Michael Schulke fetzige Rhythmen auflegte.